Durch Sierd van der Bij
Erlebe den Oeschinensee und die Hütten ringsum — ohne dich um Routenplanung oder die Buchung deiner Übernachtungen kümmern zu müssen.
Der Oeschinensee zählt zu den schönsten Bergseen der Alpen, und wer ihn einmal gesehen hat, versteht sofort warum. Das türkisblaue Wasser, eingerahmt von den Dreitausendern des Berner Oberlands, ist kein Instagram-Filter, sondern Natur in ihrer reinsten Form. Der Öschinensee, wie er auf der Landeskarte mit Umlaut verzeichnet ist, liegt auf 1.578 Metern Höhe, ist 56 Meter tief und seit 2007 UNESCO-Weltnaturerbe. Ob du eine kurze Wanderung planst, eine mehrtägige Hüttenwanderung in der Schweiz anstrebst oder einfach einen unvergesslichen Tag in den Bergen verbringen willst: Hier findest du alles, was du wissen musst.
Was und wo ist der Oeschinensee?
Der Oeschinensee liegt oberhalb von Kandersteg im Berner Oberland, etwa eine Autostunde südlich von Bern. Der See entstand vor mehreren tausend Jahren durch gewaltige Bergrutsche der Flanken des Fründenhorns und des Doldenhorns. Diese Rutschmassen riegelten das Tal ab und schufen das natürliche Becken, das sich heute mit kristallklarem Gletscherwasser füllt.
Mit einer Fläche von 1,1 km² gehört der Oeschinensee zu den größeren Bergseen der Schweiz. Sein Abfluss, der Öschibach, verläuft unterirdisch durch die Abriegelung und taucht kurz darauf wieder ans Tageslicht. Das Wasser des Öschibach versorgt Kandersteg mit Trinkwasser und wird außerdem zur Stromproduktion genutzt.
Seit 2007 gehört der Oeschinensee zum erweiterten UNESCO-Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Diese Anerkennung ist kein Ehrentitel auf dem Papier: Das gesamte Gebiet steht unter strengem Naturschutz, und wer dort wandert, bewegt sich durch eines der am besten erhaltenen Hochgebirgsökosysteme Europas. Mehr zur faszinierenden Entstehungsgeschichte der Schweizer Alpen erfährst du in unserem Artikel über Gletscher und Geologie der Schweizer Alpen.