Wandern im Lechtal: der Lechweg, die Lechtaler Alpen und die schönsten Routen.

Wandern im Lechtal: der Lechweg, die Lechtaler Alpen und die schönsten Routen.
Wandern im Lechtal: der Lechweg, die Lechtaler Alpen und die schönsten Routen.
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Das Lechtal besteht eigentlich aus zwei übereinander gestapelten Wanderwelten, und welche du wählst, prägt die gesamte Reise. Unten fließt der Lech als letzter Wildfluss der Nördlichen Alpen durch den Naturpark Tiroler Lech, von Dorf zu Dorf, sanft, gut ausgeschildert mit dem weißen L des Lechwegs, und offen für Anfänger, Familien und Hunde gleichermaßen. Oben stehen die Lechtaler Alpen, mit einer Höhenroute, Karseen, Geröll und Hütten – richtiges Berggelände für Trittsichere. Auf der anderen Talseite erheben sich die grünen Allgäuer Alpen, erreichbar von Holzgau und Elbigenalp. Unten im Talboden gibt es keinen Skizirkus, keine Gondelbahn, stattdessen bemalte Hausfassaden (Lüftlmalerei), Holzhäuser, einen Wanderbus und eine kurze Anreise aus Bayern und dem Allgäu: Dies ist das ruhigste Tal in Tirol. Ein ehrliches Wort vorweg: Unsere buchbaren Hüttentouren in Tirol starten ab Innsbruck; den Lechweg organisierst du selbst, und dieser Guide erklärt wie. Mit der Bookatrekking-App erhältst du vorgebuchte Hüttenbetten, einen GPX-Track für jede Etappe und aktuelle Wetterinformationen für jeden Ort. Dieser Guide deckt die verschiedenen Teilregionen, Mehrtagesrouten, Tageswanderungen, Schwierigkeitsgrade, die beste Reisezeit, Unterkünfte und eine ehrliche Einschätzung, welche Option zu dir passt, ab.


Das Lechtal ist kein Tal wie das Ötztal oder das Zillertal – keine Gletscher, keine Seilbahnketten, keine Menschenmassen. Stattdessen bietet es einen breiten Talboden, in dem der Lech noch frei mäandert. Kiesbänke wechseln sich mit Auwäldern ab, das Wasser schimmert türkis-grün, und dahinter liegen kleine Dörfer mit bemalten Fassaden. Dieser Charakter macht das Wandern im Lechtal einzigartig im Vergleich zu fast jedem anderen Alpenthal.

Der doppelte Charakter der Region liegt in diesem Kontrast: der Talboden ist sanft, der Weg breit, der Anstieg bescheiden. Die Lechtaler Alpen dahinter sind das Gegenteil – steile Kare, exponierte Grate, Geröll und alter Schnee, der bis weit in den Frühsommer hinein liegen bleibt. Auf der Nordseite des Tals, erreichbar von Holzgau und Elbigenalp, beginnen die grüneren Allgäuer Alpen – eine Welt für sich. Ein Wanderurlaub im Lechtal kann also zwei komplett unterschiedliche Bedeutungen haben, je nachdem, auf welcher Ebene du dich bewegst.

Was die Region verbindet: der Naturpark Tiroler Lech schützt die Flusslandschaft, der Lechweg zieht sich als verbindender Faden über 125 Kilometer durch das Tal, der Wanderbus verbindet die Dörfer, und das Hütten-Netz des Alpenvereins erschließt das Hochland. Das Ergebnis ist eine Wanderregion frei von Massentourismus, in der du morgens allein am Wasser stehen und abends in einer Dorfgaststätte sitzen kannst.


Die entscheidende Frage für deinen Wanderurlaub ist nicht "Wo liegt das Lechtal", sondern "Welches Dorf führt in welches Gebiet".

Reutte ist das nördliche Tor des Tals, mit einem Bahnhof und einem Busknotenpunkt – der ideale Start- und Endpunkt für Weitwanderer auf dem Lechweg – und der Frauensee ist von hier aus leicht zu Fuß erreichbar.

Elmen und Stanzach eröffnen das Hornbachtal und, über das Hahntennjoch, den Weg in die Lechtaler Alpen – ruhige Ausgangspunkte für alle, die der Hauptstrecke entkommen wollen.

Elbigenalp liegt in der Mitte des Tals, bekannt als das Dorf der Holzschnitzer, und bietet Zugang zur Bernhardstal-Seite sowie zur Hermann-von-Barth-Hütte, einem der beliebtesten Ziele auf der Allgäuer Seite.

Bach bietet einen Aussichts-Balkon über das gesamte Tal von der Jöchelspitze, leicht mit dem Wanderbus zu erreichen.

Holzgau ist die Heimat der berühmten Hängebrücke über die Höhenbachschlucht und der Zugang zum Mädelejoch in Richtung Allgäu. Weitwanderer auf dem E5 überqueren hier das Tal.

Steeg und Warth markieren den Kopf des Tals. Von hier aus öffnet sich die Route in Richtung Vorarlberg, und am Formarinsee liegt der offizielle Start des Lechwegs, bevor die Route flussabwärts in Richtung Füssen führt.

Der Wanderbus verbindet all diese Dörfer, sodass es möglich ist, Punkt-zu-Punkt-Routen komplett ohne Auto zu wandern. Unsere Adlerweg-Hüttentouren starten in Innsbruck und sind daher direkt mit dem Zug von Deutschland und der Schweiz erreichbar.


Der Talboden: der Naturpark Tiroler Lech und der Lechweg

Den Lechweg zu gehen bedeutet: fast flaches Gelände, ein breiter Weg und Wasser immer in Sicht. Der Lech schlängelt sich frei durch ein breites Kiesbett und schafft so Auenwälder, Kiesbänke und eine Artenvielfalt, die man in einem regulierten Fluss nicht finden würde. Der Naturpark Tiroler Lech schützt diesen Lebensraum und der Lechweg nutzt ihn als Leitlinie. Du gehst von Dorf zu Dorf, übernachtest in Gasthöfen und dein Koffer reist mit dir, wenn du den Gepäcktransport über deine Gastgeber arrangierst. Diese Subregion eignet sich für alle: Anfänger, Familien, Hundebesitzer und alle, die einen ersten Vorgeschmack auf das Fernwandern haben möchten. Sie unterscheidet sich durch ihre Einfachheit und ihren ökologischen Wert von den anderen Subregionen.

Lechtaler Alpen: Höhenweg, Hütten und Geröll

Wer eine Hüttentour in den Lechtaler Alpen sucht, findet hier ernstes alpines Gelände. Der Lechtaler Höhenweg verbindet Hütten wie die Hanauer Hütte, die Memminger Hütte und die Muttekopfhütte über Karst, Seen und Geröllfelder, die selbst im Hochsommer noch Altschnee halten können. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier keine Empfehlung – sie sind ein Muss. Der Boden ist rau, die Wege schmaler und die Navigation im Nebel anspruchsvoll. Für erfahrene Bergwanderer ist dies einer der beeindruckendsten Höhenwege in den Nördlichen Alpen, weit weniger überlaufen als das Zillertal oder Ötztal, mit einem klaren alpenländischen Charakter.

Allgäuer Alpen: die grüne Nordseite um Holzgau und Elbigenalp

Der Aufstieg von Holzgau über das Mädelejoch in die Allgäuer Alpen oder der Weg von Elbigenalp zur Hermann-von-Barth-Hütte versetzt dich in eine ganz andere Stimmung. Grashügel ersetzen Geröll, die Konturen werden weicher und es gibt mehr ein Almwiesen-Gefühl. Die Kemptner Hütte auf der Allgäuer Seite ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, die aus Bayern kommen. Dieses Gebiet ist anspruchsvoller als der Talboden, aber zugänglicher als die Lechtaler Alpen. Die Grenze zur benachbarten Allgäu-Region ist hier fließend – die Kammrücken bilden eher einen Übergang als eine harte Grenze.

Oberes Lechtal: Steeg, Warth und der Formarinsee

Zwischen Steeg und dem Formarinsee verengt sich das Lechtal, wird alpiner und ruhiger. Warth liegt bereits an der Grenze zu Vorarlberg, und der Formarinsee, auf etwa 1.780 Metern, markiert den offiziellen Startpunkt des Lechwegs. Von hier aus flussabwärts bis nach Füssen zu wandern, bedeutet von der Quelle bis zur Mündung zu gehen. Das obere Lechtal sieht weniger Besucher als die Mitte des Tals, hat aber seinen ganz eigenen, sehr ursprünglichen Charme: keine Seilbahnen, keine großen Hotels, nur Almen und der junge Fluss.

Nebentäler: Hornbachtal, Bschlabertal und Namloser Tal

Die stille Empfehlung für alle, die die Hauptstrecke meiden wollen. Das Hornbachtal bei Hinterhornbach öffnet sich zu einem langen, kaum frequentierten Talabschluss mit Almwiesen-Charakter und Zugang zu Hütten am Hauptallgäuer Kamm. Das Bschlabertal und das Namloser Tal sind ähnlich: grüne Sackgassen ohne Durchgangsverkehr, ideal für einen Tagesausflug von einem der Dörfer im Tal oder als Startpunkt einer Bergtour. Diese Täler sind das Lechtal, das die meisten Wanderer nie kennenlernen.


Wer mehrere Tage im Lechtal plant, steht vor einer grundlegenden Entscheidung. Hotel-zu-Hotel im Tal bedeutet: dem Lechweg folgen, jede Nacht in einem anderen Gasthof übernachten, mit leichtem Rucksack unterwegs sein. Hütte-zu-Hütte in den Bergen bedeutet: die Lechtaler Höhenroute, ein schwererer Rucksack, Schlafsaalbetten am Abend und am nächsten Morgen ein weiterer Aufstieg.

Den Lechweg und die Lechtaler Höhenroute organisierst du selbst. Übernachtungsstopps, Hüttenreservierungen und Gepäcktransport werden direkt bei den Gastgebern und Hütten im Tal gebucht. Wir bieten kein Paket für den Lechweg an, und wir werden hier auch keines erfinden. Das ist der ehrlichste Satz auf dieser Seite.

Den Lechweg ohne Gepäck zu wandern funktioniert im Tal sehr gut: Ein Gepäcktransport kann über die meisten Gastgeber entlang der Route arrangiert werden, sodass du nur mit einem kleinen Tagesrucksack unterwegs bist, während dein Koffer schon am Abend in der nächsten Unterkunft auf dich wartet. Das macht den Lechweg auch für Anfänger geeignet und für alle, die keinen vollen Bergpack tragen wollen.

Unsere buchbaren Hüttentouren starten in Innsbruck und führen durch das Karwendel, nicht durch das Lechtal. Aber sie bieten genau das, wonach viele unter "Lechtaler Hüttentour" suchen: vorgebuchte Hüttenbetten, Etappenbeschreibungen und die Bookatrekking-App mit Offline-Karten, GPX-Tracks und aktuellen Wetterberichten für jede Hütte.

Der Kurze Adlerweg von Innsbruck in drei Tagen ist der Einstiegspunkt: drei Etappen durch das Karwendel, ideal für ein langes Wochenende und eine erste Hüttentour. Wenn du einen komfortableren Übergang ins Bergleben möchtest, kombiniert der Kurze Adlerweg mit Hotelnächten davor und danach in fünf Tagen Stadtnächte in Innsbruck mit drei Tagen in Hütten. Wenn du mehr Ausdauer und Zeit hast, wähle den Intensiven Adlerweg in sechs Tagen: längere Etappen, mehr Aufstieg, ein dichteres Programm. Für eine ganze Woche in den Hütten bietet der Mittlere Adlerweg von Innsbruck in sieben Tagen das umfassendste Erlebnis.

Wenn du noch nie in einer Berghütte übernachtet hast, lohnt es sich, die fünf schönsten Hüttentouren in Österreich für Anfänger zu lesen. Für einen Überblick über alle Wanderurlaube in Österreich besuche Bookatrekkings Österreich Wanderurlaub Seite.


Der Adlerweg ist Tirols großer Weitwanderweg, der verschiedene Gebirgsgruppen auf seinem Weg von St. Johann im Osten bis nach St. Anton am Arlberg im Westen verbindet – einschließlich der Lechtaler Alpen in seinen westlichen Etappen. Wer den gesamten Adlerweg wandert, berührt daher das Lechtal. Die meisten Wanderer gehen einen Abschnitt von drei bis sieben Tagen.

Unsere Adlerweg-Pakete decken den Karwendel-Abschnitt ab Innsbruck ab, nicht die Lechtal-Etappen. Dies ist eine ehrliche Unterscheidung: Wenn du speziell den Abschnitt der Lechtaler Alpen des Adlerwegs wandern möchtest, musst du das selbst planen.

Die vollständige Routenbeschreibung mit Etappen, Schwierigkeitsgrad und den schönsten Abschnitten findest du in unserem Adlerweg-Routenblog mit allen Etappen und Tipps für das Karwendel.


Viele Menschen, die im Lechtal nach Wanderungen suchen, planen keine mehrtägige Etappe, sondern möchten direkt von ihrem Hotel aus losgehen. Das Lechtal macht dies einfach: Morgens mit dem Wanderbus in ein Nachbardorf fahren, entlang des Lechwegs zurück zur Unterkunft wandern, und der Tag fühlt sich trotzdem wie ein richtiger Bergtag an.

Einige der markantesten Einzelziele im Lechtal:

Die Hängebrücke in Holzgau über die Höhenbachschlucht ist das spektakulärste Ingenieur-Highlight des gesamten Tals. Kannst du über die Hängebrücke in Holzgau gehen? Ja, und viele kombinieren sie mit einer Rundwanderung durch die Schlucht und hinauf zur Sulzalm – eine Tour, die selbst erfahrene Bergwanderer beeindruckt.

Die Jöchelspitze und der panoramische Lechtalweg von Bach bieten einen der weitesten Blicke ins Tal und über die Lechtaler Alpen, erreichbar mit der Seilbahn und auch für halb-Alpinwanderer machbar.

Eine Lechweg-Etappe durch die Auwälder bei Elbigenalp: Wandern im Lechtal bei Elbigenalp bedeutet, durch Auwälder entlang des Wassers zu gehen, mit Blicken auf das Schnitzerdorf und die Auen des Naturparks.

Der Zustieg zur Hermann-von-Barth-Hütte von Elbigenalp ist anspruchsvoller und eignet sich für Bergwanderer, die einen einzigen Hüttentag ohne mehrtägiges Gepäck suchen.

Das Hornbachtal bei Hinterhornbach: ein ruhiger Talspaziergang ohne Menschenmassen, ideal für alle, die Ruhe suchen.

Der Frauensee bei Reutte am nördlichen Ende des Tals: ein flacher Rundweg, geeignet für Familien und eine gute Wahl für den ersten Wandertag.

Den Lechweg ohne Gepäck wandern: Der Talabschnitt des Lechwegs ist fast vollständig technisch einfach, verläuft auf breiten Wegen durch die Auen. Dein Koffer reist von Station zu Station über deine Gastgeber. Dies macht den Lechweg zu einem der entspanntesten Mehrtageswanderungen in den Alpen, geeignet für Anfänger, ältere Wanderer und alle, die keinen schweren Rucksack möchten.

Den Lechweg mit Hund wandern: Der Lechweg ist im Allgemeinen hundefreundlich, mit Wasser fast überall in Sichtweite. In Schutzgebieten des Naturparks und während der Brutzeit müssen Hunde an der Leine geführt werden. Nicht alle Berghütten erlauben Hunde, also informiere dich im Voraus, wenn du eine Hüttentour planst. Auf dem Talweg selbst ist dies selten ein Problem.

Wandern im Lechtal mit Kindern: Die Hängebrücke in Holzgau ist für viele Kinder ein unvergessliches Erlebnis. Flache Abschnitte des Lechwegs zwischen den Dörfern eignen sich für Familien mit kleinen Kindern. Die Seilbahn zur Jöchelspitze verkürzt den Aufstieg, mit der Almwiese oben als Belohnung.


Zwei klar getrennte Ebenen:

Der Lechweg ist ein Talweg. Es gibt kaum technische Schwierigkeiten: keine Kletterpassagen, keine ausgesetzten Grate, keine alten Schneefelder. Was den Lechweg dennoch zur Herausforderung macht, ist die Länge der Etappen. Mehrere Tage hintereinander auf Schotter, Wiesenwegen und Flussufern zu wandern, spürt man in den Beinen. Wenn du es gewohnt bist, in niedrigeren Gebirgen zu wandern, kannst du den Lechweg schaffen und trotzdem ein echtes alpines Erlebnis mitnehmen.

Die Lechtaler Alpen sind das Gegenteil. Geröll, steile Karen, ausgesetzte Abschnitte und alter Schnee, der bis in den Juli hinein liegen bleibt, machen die Lechtaler Höhenweg zu einer der anspruchsvolleren Hüttentouren in den Nördlichen Alpen. Trittsicherheit ist nicht optional – sie ist unerlässlich. Wenn du Höhenangst hast oder wenig alpine Erfahrung, ist der Lechtaler Höhenweg nichts für dich. Für erfahrene Bergwanderer hingegen ist er umso beeindruckender.

Die Allgäuer Seite liegt dazwischen: grasiger, weicher in den Konturen, aber immer noch echtes Berggelände ohne den Komfort eines Talwegs.

Unsere Karwendel-Hüttentouren passen ehrlich in dieses Bild: Sie sind alpine Mehrtagestouren mit langen Tagen und Hüttenübernachtungen, einfacher als der Lechtaler Höhenweg, aber auch kein Spaziergang. Wenn du noch nie eine Hüttentour gemacht hast, ist das dreitägige Paket ab Innsbruck ein guter Einstieg.


Zwei Kalender, weil das Tal und die Berge unterschiedlichen Rhythmen folgen:

Der Lechweg im Tal ist von Mai bis Oktober begehbar. Im Frühsommer blühen die Wiesen am Flussufer, das Schmelzwasser steht hoch, und die Dörfer sind noch ruhig. Der Hochsommer bringt Wärme auf den Talboden, was bei langen Etappen bedeutet, dass ein früher Start klug sein kann. Der Herbst ist für viele der schönste Monat: klare Luft, wenig Touristen, Herbstfarben an den Hängen, und der Lech leuchtet bei niedrigem Wasserstand besonders türkis.

Die Hütten in den Lechtaler und Allgäuer Alpen sind nur während der Hüttensaison bewirtschaftet, in der Regel von Ende Juni bis Ende September. Kommst du früher an, kannst du auf Altschnee in den Karen treffen, der auch im Juli noch Probleme bereiten kann. Nachmittagsgewitter sind auf den hohen Routen im Hochsommer ein ernstzunehmendes Risiko. Im September kann früher Schneefall die hohen Routen vorzeitig schließen.

Winter: das Lechtal wird im Winter zu einem Gebiet für Schneeschuhwandern und Langlaufen. Ein Satz fasst es zusammen: Wenn du nicht in die alpinen Höhen willst, kannst du im Winter trotzdem schöne Tage im Tal genießen.

Unsere Karwendel-Hüttentouren fallen in die gleiche Hüttensaison wie die Lechtaler Hütten. Die Bookatrekking-App zeigt das aktuelle Wetter für jeden Etappenort und jede Hütte, basierend auf den Koordinaten dieser Hütte. Es lohnt sich trotzdem, die Vorhersage selbst zu recherchieren; die App gibt dir einfach den Kontext genau dort, wo du dich aufhältst.


Entlang des Talabschnitts des Lechwegs übernachtest du in Gasthöfen, Pensionen und Hotels in den Dörfern. Jede Nacht ein anderes Haus, und in der Hochsaison sind die guten Plätze schnell belegt, also buche frühzeitig. Gepäcktransport kann bei den meisten Gastgebern entlang des Lechwegs arrangiert werden: Gib deinen Koffer morgens bei deiner Unterkunft ab, und er wartet abends im nächsten Haus auf dich. So kombinierst du das Wandern in den Lechtaler Hütten und Taldörfern, ohne jeden Tag einen vollen Rucksack tragen zu müssen.

In den Hütten der Lechtaler Alpen gelten andere Regeln: Schlafsaalbetten oder kleine Zimmer, Gemeinschaftsbäder, ein Hüttenschlafsack wird empfohlen, und Reservierungen sind in der Saison unerlässlich. Hier bleibt der Rucksack auf deinem Rücken. Eine Basis in Elbigenalp oder Holzgau eignet sich gut für Tagestouren in die Berge auf beiden Seiten des Tals, ohne täglich die Gepäckarrangements ändern zu müssen.

Wenn du deine erste Nacht in einer Hütte planst und nicht sicher bist, was dich erwartet, die fünf besten Hüttentouren in Österreich für Anfänger sind ein guter Ausgangspunkt.

Unsere Karwendel-Touren funktionieren anders: Hüttenbetten sind vorgebucht, Routenbeschreibungen sind enthalten, und die App bietet den Offline-GPX-Track, das Wetter für jeden Etappenort und alle Informationen, die du unterwegs benötigst. Produkte, die eine Hotelnacht in Innsbruck beinhalten, bieten komfortable Nächte vor und nach den Hüttentagen.


Tour Tage Für wen Charakter Buchung
Lechweg im Tal flexibel Anfänger, Familien, mit Hunden Talweg entlang des wilden Flusses, selbstorganisiert plane es selbst mit den Tipps in diesem Guide
Kurze Karwendel-Hüttentour 3 Tage erste Hüttentour, langes Wochenende Alpinstufen von Innsbruck Kurzer Adlerweg von Innsbruck
Karwendel-Hüttentour mit Hotel 5 Tage alle, die Komfort vor und nach den Hütten wollen Hotelübernachtungen plus drei Hüttentage Kurzer Adlerweg mit Hotel davor und danach
Intensive Karwendel-Hüttentour 6 Tage fitte Wanderer mit langen Tagen dichteres Programm, mehr Aufstieg pro Tag Intensiver Adlerweg von Innsbruck
Mittlere Karwendel-Hüttentour 7 Tage eine volle Hüttenwoche in Tirol gleichmäßig getaktete Etappen, das kompletteste Erlebnis Mittlerer Adlerweg von Innsbruck

Aktuelle Preise, Daten und Inklusivleistungen findest du auf der jeweiligen Reiseseite.

Ein kurzer Guide zur Auswahl: Wenn du ohne große Anforderungen wandern willst, mit einem Hund oder Kindern, plane den Lechweg selbst. Wenn du deine erste Hüttentour machen möchtest, wähle drei oder fünf Tage im Karwendel. Wenn du Bergerfahrung und eine volle Woche hast, bieten sechs oder sieben Tage das kompletteste Erlebnis. Wenn du die Lechtaler Alpen selbst willst, gehe die Höhenroute unabhängig und buche die Hütten direkt vor Ort.

Zur Navigation: Der Lechweg ist durchweg mit dem weißen L beschildert, während ein guter GPX-Track in den Kesseln der Lechtaler Alpen hilft. Bei unseren Karwendel-Touren navigiert die Bookatrekking-App mit Offline-Karten und präzisen Tracks.

Für einen vollständigen Überblick über alle buchbaren Wanderurlaube in Österreich, besuche Bookatrekkings Österreich Wanderurlaub Seite. Wenn du auch andere bedeutende Trekkingrouten in Österreich entdecken möchtest, bietet die sieben besten Trekkingrouten in Österreich einen guten Überblick.


  • Die ruhigsten Ecken des Lechtals liegen in den Seitentälern: das Hornbachtal bei Hinterhornbach, das Bschlabertal und das Namloser Tal sind friedliche Sackgassen ohne Durchgangsverkehr, gespickt mit Almen und Bergbauernhöfen. Auch die Wiesen am Flussufer abseits der Hauptdörfer, wo der Fluss noch frei mäandert, gehören zu den Orten, die Besucher ohne Empfehlung selten finden.

  • Für Talwanderer ist eine Lechweg-Etappe durch die Auen des Naturparks zwischen Elbigenalp und Stanzach kaum zu übertreffen, mit Blick auf den wilden Fluss, die Uferwälder und kaum Verkehr. Für diejenigen, die höher hinaus wollen, ist der Aufstieg zur Hermann-von-Barth-Hütte eine der beeindruckendsten Bergstrecken im Lechtal, mit weitem Blick über beide Gebirgszüge.

  • Aus persönlicher Sicht ist das Tal zwischen Steeg und Warth eine der alpinsten und atmosphärischsten Abschnitte, da der Weg schmaler wird und die Berge näher zusammenrücken. Die Auen rund um Elbigenalp hingegen werden oft für ihre Offenheit und Ruhe gelobt. Beide sind die richtige Wahl für sehr unterschiedliche Arten von Wanderern.

  • Der Lechweg ist technisch einfach: ein Talweg ohne Kletterabschnitte, gut ausgeschildert und geeignet für Anfänger. Die Herausforderung liegt in der Länge der täglichen Etappen, die Ausdauer und gesunde Knie erfordern. Wenn du sicher in niedrigeren Gebirgen wanderst, wirst du den Lechweg gut bewältigen.

  • Elbigenalp gilt als das kulturelle Herz des Tals, bekannt für seine Holzschnitzereien und bemalten Fassaden (Lüftlmalerei), mit nahegelegenen Almen und Hütten. Holzgau beeindruckt mit seiner spektakulären Hängebrücke über die Höhenbachschlucht und dem Zugang zu den Allgäuer Alpen. Beide Dörfer haben ihren eigenen unverwechselbaren Charakter.

  • Die Hermann-von-Barth-Hütte auf der Allgäuer Seite oberhalb von Elbigenalp, die Hanauer Hütte und die Memminger Hütte tief in den Lechtaler Alpen sowie die Muttekopfhütte mit ihrem Blick über das mittlere Lechtal gehören zu den am häufigsten genannten Zielen. Alle sind Alpenvereinshütten und erfordern in der Saison eine Reservierung.

  • Die Lechweg-Etappen durch den Naturpark Tiroler Lech zeigen den wilden Fluss von seiner beeindruckendsten Seite. Der Rundweg durch die Höhenbachschlucht bei Holzgau, mit seiner Hängebrücke, ist eine der stimmungsvollsten Halbtageswanderungen im Tal. Der Frauensee bei Reutte bietet eine ruhige, familienfreundliche Runde um das Wasser am nördlichen Ende des Tals.

  • Die Lechtaler Höhenroute ist anspruchsvoll und alpin: Geröll, ausgesetzte Grate und Altschnee, der bis in den Juli hinein liegen bleibt, erfordern Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Sie gilt als eine der schwierigeren Hütten-Touren in den Nördlichen Alpen und ist nicht für Berganfänger geeignet. Wenn du das alpine Erlebnis mit mehr Sicherheit suchst, bietet der kurze Adlerweg von Innsbruck eine gut organisierte Alternative.


    Das Lechtal ist groß genug, um ganz unterschiedliche Arten von Wanderurlaub zu bieten, und dieser Führer soll dir helfen, die richtige Wahl zu treffen. Wenn du danach mehr von Österreich sehen möchtest, ist die sieben besten Trekkingrouten in Österreich der natürliche nächste Schritt. Wenn du den Adlerweg nach dem Lechtal in Angriff nehmen möchtest, findest du alles, was du brauchst, im Adlerweg-Routen-Blog mit Etappen und Tipps für das Karwendel. Und wenn du alle buchbaren Optionen in Österreich auf einen Blick sehen möchtest, ist die Seite für Wanderurlaube in Österreich von Bookatrekking der richtige Ort. Die benachbarten Regionen des Allgäus im Norden und Vorarlbergs im Westen verbinden sich nahtlos mit dem Lechtal und sind für viele Wanderer der natürliche nächste Schritt.

Packliste für den Adlerweg

Es spielt keine Rolle, wo und wie lange du wandern gehst: Die richtige Ausrüstung mitzunehmen ist das A und O. Für eine Wandertour in den Bergen brauchst du in erster Linie einen guten Rucksack. Die Größe deines Rucksacks hängt davon ab, wie viele Tage du in den Bergen verbringen wirst, von der Jahreszeit und von der Kleidung, die du mitnehmen willst. Wir haben eine Packliste mit den wichtigsten Kleidungsstücken zusammengestellt, die du einpacken solltest, und einigen Extras, die du vielleicht nützlich findest:
  • Essentials

  • Zusätzliches

Sicherheitstipps für den Adlerweg

Beim Wandern ist es klug, auf ein paar Punkte zu achten. Auch wenn es nicht das erste Mal ist, solltest du die Berge niemals unterschätzen. Eine gute Tourenplanung und die Einhaltung der Vorschriften in den Bergen erhöhen die Sicherheit erheblich. Damit dein Wanderabenteuer eine sichere und angenehme Erfahrung wird, findest du hier unten eine Liste mit 8 Empfehlungen für sicheres Wandern in den Bergen:
  • Kenne deine Grenzen

    Das Wandern im Adlerweg ist der perfekte Ausgleich zum Alltag. Es ist ein Ausdauersport und zugleich ein wunderbares Naturerlebnis mit positiven Auswirkungen auf Körper und Geist – vorausgesetzt, man ist fit und hat eine realistische Vorstellung von den eigenen Möglichkeiten und Grenzen. Überschätze dich niemals und unterschätze niemals die Route. Übertreibe es nicht! Wähle immer die langsamere Variante und nimm dir mehr Zeit für deine Pläne. Unter Zeitdruck zu wandern macht keinen Spaß und in zu schnellem Tempo kann es gefährlich sein. Sei klug!

  • Plane sorgfältig

    Gute Planung ist die halbe Miete! Wanderkarten, Literatur, das Internet und Expertenratschläge sind unbezahlbar, um die Route im Adlerweg zu planen und Länge, Höhenunterschied, Schwierigkeit und Bedingungen der Wanderung zu bestimmen. Bei der Planung von Gruppenwanderungen sollte die Route immer auf das schwächste Gruppenmitglied abgestimmt sein! Das Wetter in den Bergen kann sich unglaublich schnell ändern und Regen, Wind und Kälte erhöhen alle das Risiko. Überprüfe daher immer vorher die Wettervorhersage und kontaktiere unsere Trekking-Experten, um dich vorab zu informieren.

  • Sei gut ausgerüstet

    Die Ausrüstung ist alles. Im extremsten Fall kann sie den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen und auf jeden Fall macht sie den Unterschied zwischen Spaß und Ärger aus. Essen und Trinken, Sonnenschutz, wasserdichte und warme Kleidung müssen immer in deinem Rucksack sein, ebenso wie ein Erste-Hilfe-Set und ein Handy mit vollem Akku (für den Notfall). Allerdings erleichtert leichtes Gepäck das Wandern, also nimm nicht zu viel zusätzliches Gepäck mit. Deine Ausrüstung sollte immer für das Gelände geeignet sein, auf dem du im Adlerweg wanderst.

  • Trage geeignetes Schuhwerk

    Gute Wanderschuhe schützen deine Füße und bieten eine bessere Passform. Schuhe mit guter Passform, rutschfesten Sohlen, wasserabweisendem Material und leichtem Gewicht sind ein Muss für zusätzlichen Wandergenuss im Adlerweg. Trailrunning-Schuhe sind ideal für ein Wochenende in den Bergen, aber bei längeren Wanderungen oder anspruchsvolleren Pfaden solltest du mindestens A/B-Wanderschuhe tragen. Das bedeutet, dass empfohlen wird, hochalpine Schuhe zu tragen, die wasserabweisend sind und zusätzlichen Knöchelschutz bieten, um Verstauchungen vorzubeugen.

  • Bleibe auf markierten Wegen

    Das Adlerweg verfügt über endlose markierte Wanderwege, die kontrolliert und instand gehalten werden und nicht verlassen werden sollten. Es mag verlockend sein, Abkürzungen oder alternative Routen durch unmarkiertes Gelände zu nehmen, aber das ist keine gute Idee. Es erhöht das Risiko der Desorientierung und du verlierst eher die Orientierung, hast Unfälle oder stürzt in den Bergen. Sogar steile Hänge mit festem Altschnee werden oft unterschätzt und sind gefährlich. Bist du unsicher? Besser nicht machen. Für eine einfache Navigation arbeiten wir mit unserem vertrauenswürdigen Partner Komoot zusammen, dessen interaktive Karten, auch offline verfügbar, dir die notwendigen digitalen Mittel bieten, um von A nach B zu gelangen. Als Backup solltest du immer einen Wanderführer oder eine Papierkarte dabei haben. Übrigens, 75% der Stürze passieren auf markierten Wegen oder Straßen aufgrund von Unachtsamkeit, nicht im offenen Gelände!

  • Mache regelmäßig Pausen

    Denk daran, du bist auf einer Wanderreise. Regelmäßige Pausen bieten nicht nur eine willkommene Entspannung, sondern ermöglichen es auch, die Adlerweg zu genießen. Der Körper braucht regelmäßige Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr, um Leistungsfähigkeit und Konzentration aufrechtzuerhalten. Unser Tipp: Wenn du wenig Zeit hast, ist es besser, die kurze Route zu wählen, als die lange im Eiltempo zu machen.

  • Bleibe erreichbar

    Wenn du alleine oder in kleinen Gruppen wanderst, ist es ratsam, deine Pläne, die gewählte Route und deine Rückkehrzeit Familienmitgliedern oder anderen Personen zu Hause mitzuteilen. Selbst kleine Zwischenfälle können zu unangenehmen Notfällen führen, daher stelle sicher, dass du jederzeit erreichbar bist. Nimm ein aufgeladenes Handy mit, das die Telefonnummern von direkten Familienmitgliedern, deinen Unterkünften unterwegs und den Notrufnummern im Adlerweg enthält.

  • Respektiere die Natur

    Hinterlasse keinen Müll, vermeide Lärm, bleibe auf den markierten Wegen, störe keine wild lebenden Tiere oder Weidetiere und respektiere geschützte Gebiete.

Wo kann ich den Adlerweg buchen?

Auf Bookatrekking.com kannst du den selbstgeführten Adlerweg und viele andere Treks buchen. Wir kümmern uns um alle Details für dich, einschließlich der Organisation von Unterkünften und der Versorgung mit relevanten Informationen rechtzeitig vor deiner Wanderung. Unsere Angebote findest du hier. Auf unserer benutzerfreundlichen Plattform kannst du verschiedene Trekking-Optionen durchstöbern und vergleichen und so das perfekte Angebot für deine Interessen, Fähigkeiten und dein Budget finden.

Wenn du Fragen zu einem bestimmten Trekking hast oder Hilfe bei der Auswahl brauchst, steht dir unser Team von Trekkingexperten zur Seite. Melde dich einfach bei uns und wir geben dir gerne persönliche Empfehlungen und Ratschläge, damit du das Trekking-Abenteuer deines Lebens planen kannst.

Ist den Adlerweg nicht dein Ding und du bist auf der Suche nach anderen coolen Abenteuern? Schau dir einen unserer folgenden Blogbeiträge an:

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