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Klettern am Kilimandscharo. Das war die Idee, die Remco Kuilman und sein Vater im Juni 2018 hatten und verwirklichten. Sie fuhren nach Tansania und erreichten den Uhuru Peak über die fantastische Lemosho Route, den höchsten Punkt des Kilimandscharo, das Dach Afrikas. In diesem Blogbeitrag führt uns Remco zurück zu seinem Abenteuer, an das er und sein Vater sich für immer erinnern werden.

von: Remco Kuilman

Die Lemosho Route war unsere Wahl wegen der guten Bewertungen und der relativ hohen Erfolgsquote. Unterwegs zum Ausgangspunkt der Route wurden zuerst die Träger abgeholt. Viele von ihnen kommen aus Arusha. Arusha ist eine Stadt, die etwa 80 Kilometer von Moshi entfernt ist. Beide Städte sind beliebte Ausgangspunkte für Kilimanjaro-Aufstiege. Am ersten Tag ist die Wanderung recht einfach. Es sind noch wenige Höhenmeter, die bewältigt werden müssen und es besteht die Möglichkeit, im Schatten durch den Regenwald zu wandern. Du wirst die Nacht im Lager Mkubwa verbringen. Dieses Lager befindet sich immer noch im Regenwald. Es kann sein, dass du hier Affen siehst. Am Abend kann es im Juni schnell abkühlen und eine Jacke ist unbedingt notwendig. Den anderen Leuten, die in dieser Nacht auch im Mkubwa Camp übernachten, wirst du wahrscheinlich für den Rest der Woche begegnen. Sie alle folgen der selben Route, einige entscheiden sich für sieben Tage, andere für acht. Es ist schön sich mit den anderen auszutauschen. Der zweite Tag ist ein harter Tag, der über Shira Camp I bis Shira Camp II führt. Shira Camp I ist fast 1000 Meter höher als die Unterkunft der letzten Nacht. Du erreichst es in vier herausfordernden Stunden und isst dort zu Mittag. Nach dem Mittagessen wanderst du noch vier Stunden weiter. Dieser Teil ist deutlich weniger anstrengend. Der Höhenunterschied zwischen Shira Camp I und Camp II beträgt nur 250 Meter (3850M). Am Nachmittag siehst du ständig den Gipfel des Kilimanjaro zu deiner Linken. Sehr cool!

Singende Träger und die Barranco-Wand


Der nächste Morgen beginnt mit einem musikalischen Auftritt der Träger. Das Singen ist tief in die Kultur eingebettet, und man kann in fast allen Gruppen sehen, dass die Träger gelegentlich eine Show daraus machen. Mzungu war der Frontsänger unserer Gruppe. Ein fantastischer Mensch, der wusste, wie man Tanz und Gesang verbindet. Wenn du die Lemosho-Route nimmst, wirst du am dritten Tag am Lavaturm zu Mittag essen. Der Lavaturm ist ein Lager auf 4600m, das einen weiteren steilen Anstieg entfernt liegt. Eine perfekte Gelegenheit, sich zu akklimatisieren, denn nach dem Mittagessen am Lavaturm geht es hinunter zum Barranco Camp, das auf 3900 m liegt. Auf dem Weg zum Lavaturm wirst du merken, dass du in großer Höhe unterwegs bist. Die Reiseleiter versuchen das Wandertempo hier anzupassen. Anhand unserer Atmung entscheiden sie, ob wir schneller oder langsamer wandern sollen. Es ist wichtig, dass du ein ruhiges Tempo über einen längeren Zeitraum beibehalten kannst. Während des Aufstiegs auf den Gipfel ist es notwendig, dass du dich weiter bewegst. In der Nacht zum Gipfel ist es kalt (-10 bis -20 C) und es besteht die Gefahr von Gefriersymptomen, wenn man zu viele Pausen macht. Am vierten Tag musst du die Barranco-Wand besteigen. Eigentlich ist das ganze Trekking zum Gipfel nicht-technisch, aber an der Barranco-Wand musst du Hände und Füße einsetzen. Schlussendlich wird jeder hier gut zurechtkommen. Es ist aber so, dass man in der Hochsaison hier manchmal aufeinander warten muss. Von Barranco aus geht es zu Fuß zum Lager Karanga. Dieses Lager befindet sich auf 3995 m Höhe. Das ist das letzte Lager, in dem es fließendes Wasser gibt. Nicht, dass das für dich wichtig wäre, denn du hast nie etwas mit fließendem Wasser zu tun. Es ist nur für die Träger wichtig, denn sie müssen das Wasser von diesem Lager zum nächsten Lager bringen. Sie tragen das Wasser für sich selbst sowie das Wasser zum Kochen und Waschen. Jeden Morgen und jeden Abend haben wir eine Schüssel mit heißem Wasser bekommen, um uns zu waschen. Du trägst nur das Wasser, das du tagsüber trinken willst. Ein Camelback ist nützlich für deine Packliste. Am fünften Tag wanderst du vom Lager Karanga zum Lager Barafu, auch Basislager genannt. Am frühen Nachmittag erreichst du das Lager Barafu. Während das Mittagessen serviert wird, kannst du beobachten, wie Leute von oben im Lager ankommen. Sie kommen vom Gipfel. Natürlich kannst du dich mit ihnen unterhalten, aber unser Reiseleiter rät davon ab. Er denkt, es ist besser, ohne Erwartungen aufzubrechen. Ich habe mich mit zwei Typen unterhalten, die auf halbem Weg entschlossen hatten, die Reise um einen Tag zu verkürzen. Beide hatten den Gipfel erreicht, waren aber natürlich müde. Am Nachmittag hast du Zeit zum Ausruhen. [gallery link="file" columns="4" ids="9102,9098,9094,9090"] Um 18:00 Uhr gibt es Abendessen. Um 23:00 Uhr wurden wir zum "Frühstück" geweckt. Also waren wir bereit, das Lager um 24:00 Uhr zu verlassen. Wir hatten klare Regeln: 1) wenn du dich schlecht fühlst (Höhenkrankheit), meldest du es und hältst es nicht geheim, 2) wir gehen langsam, sehr langsam, aber dafür lange Strecken, 3) wenn einer von uns es nicht schafft, darf der andere weitermachen. Besonders Regel eins ist wichtig für die eigene Gesundheit, denn es gibt teilweise keine Möglichkeit für Hubschrauber zu landen, falls etwas schief geht. Regel zwei hat uns gut geholfen. Wir sind zwar langsam gewandert, aber am Ende waren wir schneller als die meisten Gruppen, weil wir uns kaum ausgeruht haben. Nach jeder Wanderstunde durften wir maximal 1-1,5 Minuten anhalten. Kurz vor Sonnenaufgang waren wir am Stella Point. Stella Point ist der Kraterrand des Vulkans. Wenn du hier bist, kannst du den Gipfel sehen, der nur 1 Kilometer und 100 Höhenmeter entfernt ist. Schließlich, weil man so langsam wandert, braucht man für diesen letzten Teil etwa 45 bis 60 Minuten.

Schnee auf dem Uhuru Peak


Gegen halb neun waren wir auf einem wunderschönen, schneebedeckten Uhuru Peak. Nach +/- 10 Minuten wollen die Führer mit dem Abstieg beginnen, denn es ist immer noch möglich, dass die Höhenkrankheit zuschlägt. Der Abstieg war für uns ziemlich schwierig. Es gab es viel Eis und Schnee, was bedeutete, dass es rutschig war und der Abstieg schwierig war. Gute Steigeisen werden bei Schnee empfohlen. Das erleichtert den Abstieg erheblich. Als wir im Basislager ankamen, warteten die Träger auf uns mit einem köstlichen Mittagessen und einigen Liedern als Zeichen der Anerkennung. Wir selbst haben etwa 4,5 - 5 Stunden für den Abstieg gebraucht. Wenn es weniger Schnee gibt, ist dieser um ein Vielfaches schneller. Der Aufstieg zum Uhuru Peak und der Abstieg zum Lager dauerte insgesamt etwa zwölf Stunden. Danach steigst du noch an diesem Tag zum Mweka Camp ab. Wir kamen erst gegen halb neun am Abend hier an, meinem Vater fiel jeder Schritt schwer aber er schaffte es mit Hilfe des Adrenalins zum Camp. Ich fand es herrlich, dass wir bis in die Nacht hinein gewandert sind. Am letzten Tag schlenderst du in etwa drei Stunden nach unten. Du machst übrigens keine Runde, sondern landest an einem anderen Tor als am Ausgangspunkt. Das gilt für alle Routen. Alles in allem ist das Besteigen des Kilimanjaro ein fantastisches Erlebnis, das man einfach auf seiner Wunschliste abhaken muss!

Tipps und Hinweise für deine Kilimanjaro-Besteigung:


Tipps und Tricks

  • Bring eine dünne Aluminiummatte zum Schlafen mit, sie reflektiert deine Körperwärme und sorgt für angenehme Nächte.

  • Bring eine Thermoskanne für die letzte Nacht mit. Es besteht die Möglichkeit, dass dein Camelback während des Aufstiegs einfriert. In der Pause etwas Warmes zu trinken, ist wirklich angenehm.

  • Bringe guten Sonnenschutz und Vaseline für deine Lippen mit.

  • Wenn du schnell an kalten Händen/Füßen leidest, kauf dir Handärmer, um die Kälte zu vertreiben.


Preis des Aufstiegs Den Kilimandscharo zu besteigen ist eine teure Angelegenheit, aber wenn man richtig darüber nachdenkt, ist es eigentlich extrem günstig. Pro Kletterer (Tourist) sind es etwa fünf Träger. Wir waren zu zweit und hatten zwei Führer, neun Träger und einen Koch dabei. Diese elf Leute arbeiten eine Woche lang Vollzeit für dich. Zusätzlich besteht die Hälfte des Preises für die Besteigung des Kilimanjaro aus Gebühren für Genehmigungen. Am Ende bleibt für die Mitarbeiter nur noch sehr wenig übrig. Diese Jungs arbeiten hauptsächlich für die Trinkgelder. In diesem Blogbeitrag kannst du mehr über die Trinkgeld-Zeremonie lesen und darüber wie viel Trinkgeld für Träger, Führer und Köche angemessen ist. Lies diesen Blogbeitrag über dieKilimandscharo Besteigungenund lass dir all deine Fragen beantworten.

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